ptank.de :: Diskussion 2026-01

Standpunkt

Eine siebenköpfige Gruppe, unter ihnen die Leipzigerin Naira-Ana Weissgerber, die …

Anfang Mai d. J. als DPV-Vizepräsidentin für Diversität und Gleichstellung zurückgetreten ist, hat eine inzwischen von 70 Leuten unterzeichnete „Streitschrift“ verfasst, die hier im Wortlaut zu lesen ist, ohne die Meinung des ptank.de-Machers wiederzugeben. Wer reagieren will, schreibt eine E-Mail »


… noch viel dramatischer

Lieber Ulli, du schriebst als Kommentar zur Triplette DM u.a.: „Frauen stellen (bei flüchtiger Zählung) 41 der 384 DM-Aktiven, mit rund 11 % also weit weniger, als es ihrem Anteil von 27,5 Prozent an den Lizenzen entspräche. Die scheidende DPV-Vize­präsi­dentin für Gleichstellung hätte hier noch einiges anpacken können". Darauf möchten wir gerne antworten.

Eine Streitschrift

11 % Frauenanteil bei einer Triplette-DM — es ist noch viel dramatischer. Mensch muss nur schauen, wie viele FLINTA*Personen in der Bundesliga in den offenen Triplettes und Doublettes spielen.

Hat jemensch schon einmal außerhalb des Mixtes Frauen spielen sehen? In den allermeisten Ligateams ist es so, dass in einem Team nicht mehr als zwei FLINTA*Personen spielen — noch dazu muss meist die zweite Frau für das Mixte als Back-up auf der Bank sitzen. Männer kennen dieses Gefühl nicht: wegen der Mixte-Regel auf der Bank zu sitzen, weil es zu wenig Männer gibt. Männer spielen einfach — immer.

FLINTA*?

Das Akronym erfasst Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nichtbinäre, transgeschlechtliche und agender Personen. Das Sternchen steht für andere geschlechtliche Identitäten. (Quelle: Wikipedia; d. Red.)

Im Länderpokal gibt es zwei offene Tripletten und eine Damen-Triplette. Hat jemensch in den offenen Formaten je eine Frau spielen sehen? Wir haben die Spieler*innen der offenen Triplette der letzten Jahre mal grob recherchiert — uns ist kein weiblich klingender Name begegnet.

Besonders bezeichnend ist, wenn Kommentatoren in eigentlich offenen Formaten dann von „Herrenteams" sprechen. Patriarchat pur halt. Neun von zehn Sportwart*innen in den Landesverbänden sind cis-männlich.

Jungs stellen Jungs auf und Jungs spielen mit Jungs. Das ist natürlich oft im Einzelfall keine böse Absicht, aber es ist ein System - das sich selbst reproduziert und das aktiv aufgebrochen werden muss.

FLINTA*Personen sind im Boule leider immer noch weitgehend marginalisiert, wenn es um offene Formate geht. So kommt es zu 11 % Frauenanteil an der Triplette-DM. Mensch muss sich das auf der Zunge zergehen lassen, in einem Sport der allen ähnliche Möglichkeiten bietet, spielen bei der König*innen-Disziplin im Jahr 2026 nur ca. ein Zehntel Frauen mit. Eine von 10. Und nicht aufgrund fehlenden Talents und bestimmt nicht wegen fehlendem Interesse, sondern weil strukturelle Ausschlüsse so tief ins Fundament unseres Sportes eingebaut sind, dass viele das Debakel gar nicht mehr sehen. Schaut hin und feiert die ca. 30% Frauenlizenzen nicht als Erfolg.

Dazu kommen tieferliegende patriarchale Strukturen. Boule und vor allem Bouleturniere sind sehr zeitaufwendig. Ganze Wochenenden werden davon eingenommen. Wer kümmert sich in dieser Zeit um die Kinder? Wie viele Männer sehen es als selbstverständlich an, dass ihnen ihr Sport durch ihre Frauen ermöglicht wird? Wie viele Frauen fangen gar nicht erst an mit dem Sport, weil ihnen der eigene Familienhaushalt auf den Schultern lastet?

In den Landesverbänden einschließlich DPV sind 80 % der Vorstandsposten cis-männlich besetzt. Das spiegelt sich in Beschlüssen und in Schwerpunkten wider und auch darin, wie Räume im Boule gestaltet werden. Männer machen die Sportpolitik — der weibliche Blick fehlt viel zu oft. Das strukturelle Problem hat einen Namen: Gremien mit viel zu wenig Vielfalt.

Das zeigt sich auch überdeutlich auf den Bouleplätzen. Hier einige Erlebnisse, die uns FLINTA*Personen passiert sind:

Bei einem FLINTA*-Turnier in Berlin spielen zwei Teams das Finale. Auf der Bank sitzen drei cis-männliche Personen, die sexistische und transphobe Kommentare von sich geben und das Aussehen der Spieler*innen auf eklige Weise kommentieren. Das erreicht nach dem Spiel die betroffenen Spieler*innen — und das macht etwas mit ihnen. Am Ende wird das Finale dann von Spieler*innen so abgeschirmt, dass die Spieler*innen unbehelligt von den 3 Männern auf der Bank in Ruhe zu Ende spielen können.

Eine Spieler*in berichtet, dass es in ihrem Verein täglich im Vereinsheim sexistische Sprüche und anzügliche Bemerkungen gibt — viele lachen, nehmen das hin, als sei es normal ... und niemand sagt etwas. Sie sprach mit dem Sportvorstand, der zuhörte und handeln wollte. Es ist jedoch nichts passiert. Die Person fühlt sich in ihrem eigenen Verein weder sicher noch gesehen noch ernst genommen.

Eine Funktionär*in berichtet, sich in den Vorstandssitzungen ihres Gremiums ins Mittelalter katapultiert zu fühlen: Sexismus, Anzüglichkeiten, Mackertum, Anmache. Das Gremium ist zu 90% männlich besetzt.

Auf einem Bouleplatz in Baden-Württemberg fallen nach einem zu flachen Schuss regelmäßig die Worte „schwul” und „schwuchtelig" als Abwertung. Auf die Frage, was man täte, wenn Homosexuelle anwesend wären: nur dummes Lachen.

Auf einem anderen Platz zeigt ein Mitspieler seiner Partnerin permanent nonverbal, wo er die Kugeln haben will, wedelt mit dem Lappen, gibt ununterbrochen ungebetene Anweisungen. Mansplaining vom Feinsten.

Auf einer Damen DM: Männer sitzen auf der Bank, kommentieren lautstark das Spiel und die Taktik, wollen den Mitspielerinnen Tipps geben, sagen an, welche Taktik jetzt helfen würde. Eine Spielerin berichtet sogar: „Manche kamen dann schon auf den Platz, im Spiel einer Damen-DM!” Wir wollen das nicht wissen, es interessiert uns nicht. Schon gar nicht in diesem Setting, ihr könnt euch gerne mit uns austauschen, auf Augenhöhe, wenn ihr gefragt werdet, bspw. im Training.

Es gibt tausende solcher Beispiele, in denen Männer FLINTA*Personen ungefragt ansagen, was zu tun sei, oder sie ständig belehren. Hört auf damit!

Eine weitere Spielerin berichtet: "Supermêlée mit 2 Männern: Beide unterhalten sich, ohne mich einzubeziehen, wer von ihnen schießt. Joa ... kann Frau natürlich auch nicht. Ein anderes Supermêlée mit einem Mann: Er will schießen und auch die erste Kugel legen.

Für die offene LM Doublette wurde ich übrigens noch nie von einem männlichen Wesen gefragt. Aber für die Mixte stehen sie Schlange. Das verletzt tatsächlich schon". Und das hören wir so oft von Spieler*innen, dass sie nur zur Mixte gefragt werden.

Wenn alle Frauen gefragt würden, welche Position sie spielen möchten - jetzt im Spiel - würden u. E. mind. 90 % Position 1, also Leger*inangeben. Nicht, weil sie Schießen oder Mitte nicht können, sondern weil sie spüren, dass ihnen nicht mehr zugetraut wird. Dieses Misstrauen spüren wir auf dem Platz so oft und das macht uns wütend. Und führt gleichzeitig dazu, dass wir uns immer noch mehr beweisen müssen, noch bessere Leistungen erbringen müssen, um überhaupt gesehen zu werden.

Mixte-Definition

„Sowohl im Doublette-Mixte als auch im Triplette-Mixte dürfen nur Teams teilnehmen, die aus … Personen unterschiedlichen Geschlechts bestehen." (siehe aktuelle Bundesliga-Richtlinie des DPV). Damit sind im Doublette mixte außer „w/m“ auch die Kombis „w/d“ und „m/d“ zulässig – mit „d“ für die Geschlechtsangabe „divers“. Analoges gilt fürs Triplette mixte (d. Red.)

Auf Pétanque Aktuell wurde über die Absicht diskutiert, die Mixte-Regel zu ändern. Es folgten dutzende menschenverachtende Kommentare: Männer verabredeten sich zur nächsten Frauen-DM: „...im kurzen Schwarzen" zu erscheinen — das sagt so viel aus über die Schreiberlinge ... das kurze Schwarze ... was für ein Bild.

Wenn diese Männer an Spielerinnen einer Deutschen Meisterschaft denken, fallen ihnen kurze Kleider ein. Das ist kein schlechter Witz, das ist Sexismus pur. Das zeigt überdeutlich, wo diese Männer uns Frauen im Sport verorten: als Körper, nicht als Sportler*innen.

Ein anderer Kommentar, in dem jemand schreibt: „...morgen bin ich eine Dachlatte" wird von einem deutschen Nationalspieler geliked. Ein weiterer übler Kommentar wird von einem ehemaligen Jugendtrainer im DPV geliked. Das alles hat keine Konsequenzen. Es ist auch deshalb bemerkenswert, weil die geänderte Mixte-Regel die Teilnahmebedingungen an einer Damen-DM in keiner Weise berührt.

Dass Männer solche Kommentare im völlig falschen Kontext abgeben, sagt viel über sie selbst aus – aber nichts über die Menschen, die sich für Vielfalt und Gleichstellung einsetzen.

An einer Damen-DM können selbstverständlich nur Frauen teilnehmen: cis-Frauen und Transfrauen, wenn sie in der DPV-Datenbank als Frau geführt werden. Das ist seit Längerem so und hat nichts mit der Mixte-Diskussion zu tun.

Die Kommentare auf Pétanque Aktuell waren über ein Jahr sichtbar, ohne Moderation, ohne Konsequenzen. Hat jemensch einmal darüber nachgedacht, was das mit Menschen macht, die für Vielfalt kämpfen — oder mit denen, die direkt betroffen sind?

Sehr ähnliche Kommentare erschienen auf der Facebook-Seite des DPV nach Veröffentlichung der neuen Mixte-Regel: „Ich fühl mich immer sonntags als Frau, ich spiel Damen-DM." Auch dieser Kommentar blieb unmoderiert stehen — bis heute. Wer solche Kommentare stehen lässt, normalisiert sie. Das ist eine Entscheidung.

Sagt mal ihr Männer, die sich in dieser Weise zur Damen DM äußern, was ist schief bei Euch? Ihr redet über etwas, was euch gar nicht betrifft. Dies ist im Übrigen ein durchgehendes Muster im Patriarchat: Männer reden permanent über Dinge, die sie nicht betreffen. Ihr könnt alle im Mixte spielen wie bisher. Euch wird nichts weggenommen, wenn Menschen, die anders sind als ihr, Zugänge zur Mixte bekommen. Die gleichen Zugänge, die ihr schon immer gehabt habt.

Natürlich können wir über die Themen in Gremien und in Gesprächen diskutieren, auch immer gerne kritisch. Das ist auch passiert. Aber bitte doch nicht so, sondern dort, wo es hingehört: in den Verbänden und im Austausch.

Ein weiteres und besonders drastisches Beispiel: Sieben FLINTA*Personen veranstalten in Berlin zum Weltfrauentag ein Boule-Turnier, parallel dazu eine Ausstellung zu wichtigen feministischen Persönlichkeiten. Ein selbsternannter Boulefan aus Rheinland-Pfalz widmet dem Ganzen einen langen Text auf seiner facebook-Boule-Seite "Rhein Mosel"— dort schreibt er, das Turnier finde „pikanterweise" am Weltfrauentag statt; FLINTA*Personen würden den DPV „nach linksaußen" ziehen. Und dann bringt er in einem Atemzug den Begriff LGBTQ mit Sex mit Tieren in Verbindung. What!? Das ist keine politische Meinungsverschiedenheit — das hat was von Verleumdung.

Auf dem Turnier spielen cis-Frauen und Trans-Personen friedlich miteinander Boule. Alle haben einen guten Tag. Daran ist nichts Pikantes. Mittlerweile ist diese Person im Vorstand des Landesverbands Rheinland-Pfalz.

Warum muss ein Mann das überhaupt kommentieren, wenn FLINTA* Personen mega viel Arbeit investieren und ein tolles und absolut harmloses FLINTA*Turnier veranstalten? Wir verstehen das nicht. Es wurde nicht das Matriarchat ausgerufen. Berlin steht noch. Es ist keine*r trans, schwul, lesbisch oder hetero geworden, die oder der es am morgen noch nicht war. Und alle hatten Spaß beim Boulespielen. Alle konnten etwas lernen über Feminismus.

FLINTA*Räume sind so wichtig und FLINTA*Turniere sind keine Bedrohung für den Frauensport, sondern eine längst überfällige Erweiterung eines inklusiven Sportgedankens. Frauen, lesbische, inter, nicht-binäre, trans und agender Personen teilen oft ähnliche Erfahrungen von Marginalisierung im männlich dominierten Pétanque-Sport.

Ein FLINTA*Turnier schafft einen Safe Space für all jene, die in gemischten oder rein männlichen Turniersettings oft übersehen oder nicht ernst genommen werden.

Weiter im Text: Das übliche Geraune, trans*Personen würden Frauenräume missbrauchen, entbehrt jeder Grundlage. In den FLINTA*Räumen, in denen wir unterwegs sind, haben Frauen keine Angst vor Transmenschen — sondern wenn da Angst ist, dann vor patriarchaler Gewalt. Ein Blick in die polizeilichen Kriminalstatistiken zeigt eindeutig, von wem reale Gefahren für Frauen in öffentlichen und privaten Räumen ausgehen. Es sind cis-Männer, nicht trans*Personen. Wer das Schreckgespenst von trans*Frauen in Schutzräumen an die Wand malt, will von realen, globalen und lokalen Strukturen männlicher Gewalt ablenken.

Bei einem Doublette-Turnier in Berlin spielten sich die Spieler*innen in der Vorrunde ein. Auf Nachfrage, ob es los gehen könne, erwiderte eine Spielerin, sie möchte gerne noch einmal "hoch und runter spielen". Wie das in unserem Sport so üblich ist. Der gegnerische Spieler grinste, machte eine Handbewegung, als würde er sich einen runterholen wollen und sagte: „Ach, noch einmal hoch und runter!“

Solche Beispiele sind real und zeigen, womit FLINTA* Personen konfrontiert sind. Ihr könnt euch das nicht vorstellen? Gut für euch. Aber es passiert. Immer und immer wieder. Und es gibt keinen Safe Space. Der Turnierleitung melden? Fühlte sich in dem Moment unsicher an, nicht dafür auch noch belächelt zu werden, so etwas zu melden.

Es gäbe noch so viel aufzuzählen. Viele FLINTA*Personen könnten dutzendfach über ähnliche schlechte Situationen berichten.

Natürlich ist das, was hier aufgezählt wird, kein repräsentatives Bild. Aber es zeigt deutlich: Das alles sind keine Einzelfälle, das alles hat System und wir haben hier strukturelle Missstände.

All diese Beispiele sind Fakten und mitverantwortlich dafür, dass junge Frauen, junge Menschen sich nicht unbedingt hingezogen fühlen, um Boule mit uns zu spielen. Wir haben da so viele Chancen. Boule droht zu überaltern, wir brauchen junge Menschen, junge Frauen, und wir brauchen mehr Vielfalt und Offenheit und wir brauchen Lust auf Neues und Veränderung.

Und natürlich sind es nicht alle Männer. Es gibt viele einfühlsame Männer, die für Feminismus und Vielfalt eintreten — an sie richtet sich folgender Appell besonders:

Ihr seid gefragt. Ihr könnt etwas verändern.

Die Botschaft lautet: Schafft Platz. Gebt Frauen Sichtbarkeit. Spielt mehr mit Frauen, nicht nur bei Mixte-Turnieren. Macht Platz in den Gremien. Setzt euch für Feminismus ein — und Feminismus bedeutet Gleichberechtigung. Nichts mehr, nichts weniger.

Wer Feminismus mit Frauenherrschaft oder Männerhass gleichsetzt, hat entweder nicht zugehört oder will nicht zuhören.

Setzt euch mit euren Privilegien auseinander — im Boule und anderswo.

Helft dabei, dass Frauen Lust bekommen mitzumachen. Schafft Räume, in denen sich Frauen, Männer und alle dazwischen und darüber hinaus wohlfühlen.

Boule ist ein großartiger Sport — warum spielen nur 30 % Frauen? Es müssten über die Hälfte sein. Boule ist eine der wenigen Sportarten, in denen Frauen und Männer vergleichbare Leistungen bringen können. Dass der Frauenanteil so gering ist, hat verschiedene Gründe — und einer davon liegt im Verhalten mancher Männer: auf dem Platz, neben dem Platz, in den Gremien.

Überprüft euer Verhalten. Widersprecht, wenn Mitspieler sexistische Sprüche machen. Sprecht an, wenn ihr merkt, dass Frauen sich unwohl fühlen. Meldet sexistisches Verhalten in eurem Verein, greift bei Mackertum ein — und hört den Frauen zu, hört zu und hört zu.

Und ganz konkret: Bei Mixte- und Damen-DM's - und großen Boule-Veranstaltungen braucht es Awareness-Beauftragte, die bei Diskriminierung ansprechbar sind und sich mit Safe Spaces für FLINTA*Personen auskennen. Besser noch bei allen DMs.

Und im Länderpokal wären mehr FLINTA*Personen auch ein Ziel. Statt 2 offener Tripletten, wäre ein Vorschlag: Macht ein reines Herren-Team, ein Mixte-Team und ein reines Frauen-Team. Das würde den Anteil an FLINTA* Personen auch erhöhen, im prestigeträchtigsten Turnier in Boule-Deutschland.

Boule entstand durch den inklusiven Gedanken, niemensch soll ausgegrenzt werden. Der DPV und der DOSB haben die Charta der Vielfalt unterschrieben, die Teilhabe für Alle zum Ziel hat. Lasst uns versuchen, das noch stärker zu leben und mitzuhelfen, dass dieser inklusive Ursprung des Boule sich immer weiter verbreitet.

Und wir regen an, genau diese spezifischen FLINTA*Themen in die Trainer*innen Ausbildung aufzunehmen. Mit dem Ziel, Trainer*innen für FLINTA*Themen wie awareness, safe spaces, Geschlechtsidentität uvm. zu sensibilisieren.

Auch das würde die Attraktivität unseres Sports für FLINTA*Personen deutlich erhöhen.

Und uns wird so oft gesagt: „Seid leiser.“, „Wir sind nicht politisch.“, „Wir müssen geduldiger sein.“ Nein, wir wollen nicht mehr leise und geduldig sein. Unpolitisch und leise zu sein, schützt und bestätigt diejenigen, die von den aktuellen Strukturen profitieren, niemals aber die Betroffenen.

Und um den Bogen zu schließen und deinen Appell Ulli aufzunehmen, es wäre „einiges anzupacken“. Lasst uns das zusammen tun, jeder*r Einzelne kann dazu beitragen, dass unsere Bouleplätze für alle Menschen zu einem besseren Ort werden.

Wir wünschen uns dafür auch, dass die einfühlsamen Männer, die Feministen, noch lauter werden; Männer, die glauben, das ginge sie nichts an, müssen Feministen werden — damit die Stimmen derer, die sich sexistisch verhalten, leiser und leiser und leiser werden. Das wäre schön. Das wäre das Ziel.


Erstunterzeichner*innen

Jule Fahrenkrog-Petersen (Horken Kittlitz & Stahlball e.V.)Leonie Ohlow (Gender Chaos Club, Stahlball e.V.) Nele Dittmar (Gender Chaos Club, Stahlball e.V.) Biene Hackel (Stahlball e. V.) Romi Rohlfs (Boule-Team Rettmer) Laura Bartels (LBC) Katrin Pfeiffer (HRC) Martina Theil (Die Heider Rindsboule Union) Jens Scherf (PC Oldenbug) Naira Ana Weissgerber (Roter Stern Leipzig, Gender Chaos Club) Franziska Kleeberg (Stahlball e. V.) Katharina Maier (Boule- und Pétanquefreunde Weimar) Eva-Lena Neul (FC St. Pauli Hamburg) Katja Adamy (Gender Chaos Club, Stahlball e.V.) Henri Gröper (Stahlball e.V) Alina Al-Athamneh (Leipzig) Christina Rose (Stahlball e.V.) Lizzie Lingxiao Yang (Leipzig) Michael Bernard (Stahlball e.V.) Steffen Thieme (Leipzig) Robert Zjaba (Boule- und Pétanquefreunde Weimar e.V.) Elando Tenge (Stahlball e.V) Caroline Franzke (Halle) Adam Butz (Berlin) Kay Weißenborn (Stahlball e.V.) Valentin Hauber (Stahlball e.V.) Max Hieber (Stahlball e. V.) Valentin Vossen (Stahlball e.V.) Conrad Springer (Gender Chaos Club & douze partout erfurt e.V.) Michel Altwasser (Gender Chaos Club; Stahlball e.V.) Jan Bilitewski (Stahlball e.V.) Moritz Debit (Boule- und Pétanquefreunde Weimar e.V., Rhöner Pétanque) Leonie Fröhlich (La Boule Rouge Dresden) Benedikt Fehling (Stahlball e.V.) Sarah Al Hares (PC Emden) Thomas Bachner (boule devant bln / Roter Stern Lpz) Thomas Andrä (douze partout Erfurt e.V.) Maxim Bosch (BC Stuttgart) Claudia Ziegler (SSV Ohne) Thomas Berger (PC Oldenburg) Elina Schomburg (Post SV Alfeld) Katja Klein (Altonaer Boule Club Hamburg e.V.) Thomas Fuchsberger (Stahlball e.V.) Jens Heeren (Bornheim Boules) Christoph Fehling (St. Pauli) Patrick Zöller (1. BC Kreuzberg) Ariane Lessing (Boule-Freunde Wiesloch e.V.) Marta Sedlacek (1. BC Kreuzberg) Ephron Escher (douze partout Erfurt e.V.) Anton Dallmann (Berlin) Yuliya Tillack (Les Pétangueules Hannover) Ilka Hasse (Altonaer Boule Club ) Marita Müller (PC Oldenburg) douze partout erfurt e.V. (als Verein) Marco D'Agostino (Stahlball e.V.) Svenja Kurz (SG Druckpetanqueung Reiherstieg) Thomas Barizien (SG Druckpetanqueung Reiherstieg) Anna Lena Kruse (Gender Chaos Club, Roter Stern Leipzig) Andrea Schölermann (Altonaer Boule Club) Marco Lamz (Stahlball e.V.) Claudia-Sophie Fois (Klack 95 Osnabrück) Christian Gertz (SG Druckpetanqueung Reiherstieg) Robert Strauß (SG Druckpetanqueung Reiherstieg) David Bayer (Leipzig) Susann Hesselbarth (Stahlball e.V.) Devin Zimmermann (Stahlball e.V.) Tobi Dunkelmann (douze partout erfurt e.V.) Christoph Lubetzki (SG Druckpetanqueung Reiherstieg) Bruno Wilk (douze partout erfurt e.V.) Dominique Bertisch (boule36 Berlin)

16.06.2026