Teams beim Länderpokal![]()
Ein transparentes Verfahren ist möglich
Stichwort: Länderpokal
Regelmäßig im März organsiert der DPV in einer Halle einen Vergleichskampf seiner zehn Landesverbände. Diese entsenden jeweils fünf Triplette-Teams, nämlich: zwei Senioren-, ein Frauen-, ein Espoirs- und ein Jugend-Team. Pro Team dürfen vier Aktive benannt werden. Auswechseln wie in der Liga ist möglich. Der nächste Termin ist der 3./4. März 2012. Resultate seit 2006 siehe:
Jahr für Jahr dasselbe Ritual: Kurz vor dem Vergleichskampf der DPV-Landesverbände zaubert der NPV-Vorstand seine Teams aus dem blickdichten Zylinder der so genannten "Kaderarbeit". Und Jahr für Jahr dieselben Reaktionen: Frust und Enttäuschung bei denen, die sich bis zuletzt Hoffnung machen konnten und dann doch nicht berücksichtigt wurden, Frust auch bei denen, die die Auswahl zu treffen hatten, weil sie regelmäßig verdächtigt werden, auch nach persönlicher Sympathie und Antipathie entschieden zu haben. Selbst wer nur wenig hinter die Kulissen blickt, bekommt einiges von dem entsprechenden Scherbenhaufen zu sehen. Dabei ginge es auch anders.
Warum stellen sich die Teams nicht selber auf?
Jeder weiß: Für erfolgreiches Pétanque reichen technische
Fertigkeiten nicht aus. Auch die vielzitierte "Chemie" im Team muss stimmen.
Dennoch werden regelmäßig Mannschaften für den Länderpokal
zusammengewürfelt, die keine oder nur wenig gemeinsame Turnier-Erfahrung
haben und sich erst noch zusammenraufen müssen. Manchmal klappt's, manchmal
auch nicht. Deshalb:
| Vorschlag 1 | Künftig werden Teams beim Länderpokal eingesetzt, die sich selbst vorgeschlagen haben, weil sie gut und gern zusammen spielen. |
Warum entscheiden Leute und nicht die Leistung?
Schon aus Rücksicht auf die Betroffenen können Verantwortliche niemals öffentlich begründen, warum sie welche Spieler ausgewählt und andere nicht berücksichtigt haben. Transparenz kann es nicht geben, solange die Auswahl vvon persönlichen Wertungsmaßstäben abhängig bleibt. Deshalb:
| Vorschlag 2 | Von den Teams, die sich zu Saisonbeginn vorgeschlagen haben, werden diejenigen im Folgejahr aufgestellt, die bei Ranglisten-Turnieren und Meisterschaften am erfolgreichsten waren. |
Vorteile, die schwer von der Hand zu weisen sind
Anstelle
des üblichen Bäumchen-wechsel-dichs würden die an einer
Länderpokal-Teilnahme interessierten Akteure motiviert, eine ganze Saison in
derselben Triplette-Formation zu spielen. Dabei sollten die Teams je vier
Leute benennen, so dass sich ein Ausfall immer kompensieren ließe. Im
Ergebnis könnte der NPV aber auf menschlich und taktisch gut eingespielte
Teams setzen. Ein besseres Abschneiden der NPV-Teams bei der DM Triplette
wäre eventuell ein positiver Nebeneffekt .
Die
zuständigen NPV-Funktionäre hätten es leicht: Sie nominieren für den
Länderpokal jeweils die vierköpfigen Teams, die im Vorjahr die meisten
Ranglisten-Punkte bei den offiziellen Triplette-Konkurrenzen im NPV und im
DPV gesammelt haben. Sie müssten ihre Entscheidungen nicht mehr begründen,
weil sie keine mehr zu treffen hätten.
Auch
Frauen, Espoirs und Jugendliche hätten Grund, eine ganze Triplette-Saison in
einer passenden Formation zu bestreiten. Dass der Jugendwart bei den Juniors
wohl etwas Hilfestellung leisten müsste, damit sich solche Teams finden
können, ist klar.
Das
Rennen um die Länderpokal-Startplätze wäre transparent und spannend: Nach
jedem Triplette-Wettbewerb in NPV und DPV könnte der Zwischenstand
veröffentlicht werden.
Dass sich Teams selbst aufstellen und durch messbare Leistung empfehlen, das könnte schon 2012 beginnen - mit Wirkung für den Länderpokal 2013. Die "Kaderarbeit" wäre damit aber nicht beendet: Sie könnte sich aber auf Talentsichtung und -förderung, auf Technik- und Taktiktraining konzentrieren.
Einwände und andere Vorschläge zum Thema werden hier veröffentlicht. Bitte per E-Mail »
23.07.2011